WIR SIND VIELE, WIR SIND MEHR!

Wenn man die Nachrichten der letzten Monate in wenigen Sätzen zusammenfassen würde, dann sähe das ungefähr so aus: Während das Ausmaß des Klimawandels immer weiter in das Bewusstsein unserer Gesellschaft drängt, brennt der Regenwald und die Ozeane versinken im Plastik. Rechtsradikale verbreiten Todeslisten, ohne dass das den Umfragewerte der AfD schadet. Im Gegenteil, bei den vergangenen Landtagswahlen wurden Rekordergebnisse erzielt. Ebenso steigt die soziale Ungleichheit und die Miet-preise. Investitionen stocken, da der Staat dank Schuldenbremse an der kurzen Leine gehalten wird, während Facebook, Amazon und Co. kaum Steuern auf ihre Milliardengewinne zahlen. Wenn Jan Hofer diese Zeilen in bester 20uhr-Manier herunterbeten würde, wären wir wahrscheinlich noch nicht einmal verwundert. Zu alltäglich sind die Hiobsbotschaften mittlerweile geworden. Zu wenig Antworten auf zu viele drängende Fragen. Die unsichtbare Hand soll auf eigene Faust ihr selbstverursachtes Chaos beseitigen und ein Großteil der Politik steht ohnmächtig daneben. Das Ergebnis ist eine Marktwirtschaft, die schon lange keinen Wohlstand mehr für Alle schafft und den globalen Herausforderungen eben so wenig gewachsen scheint.

Wir sollten daher nicht einfach weiterzusehen und schweigen. Wir müssen uns klar machen, dass gesellschaftliche Strukturen nicht alternativlos sind. Wenn wir uns engagieren und organisieren, können wir etwas verändern. Denn wir sind viele, wir sind mehr! Das haben nicht zuletzt Bewegungen wie Fridays4Future, Unteilbar oder Ende Gelände bewiesen und darauf gilt es aufzubauen. 250.000 Besucher bei der Unteilbar Demo werden nicht von heute auf morgen ihre Meinung ändern und die Fridays4Future Bewegung hat, selbst wenn der Hype in ein paar Monaten wieder abklingen sollte, bereits jetzt eine ganze Generation geprägt, die mit unserer momentanen Lebensweise nicht einverstanden ist.

Die Welt befindet sich an einem Wendepunkt, wohin die Reise geht entscheidet ihr. Also setzt euch für die Themen, die euch am Herzen liegen ein!

Empört euch! Engagiert euch! Vernetzt euch!

DIE WORK-LIFE-WIPPE

„Du hast eine richtig gute work-life-Balance“. Es ist interessant, wie selten die Aussage getroffen wird, wenn sie überhaupt getroffen wird und dann auch einen persönlich betrifft. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es schwierig bis unmöglich ist, die Balance aufrechtzuerhalten. Obwohl die Notwendigkeit eines Ausgleichs von der Arbeit und vielleicht sogar von der Freizeit begründbar ist, ist es durch die subjektiven Definitionen von „work“ und „life“ schwierig, verallgemeinerte work-life-Balance Konzepte zu finden. Da die Arbeit ein Teilaspekt des Lebens ist, bietet sich die Unterscheidung in „Arbeit“ und „Freizeit“ an. Die Differenzierung der Begriffe ist die Voraussetzung für ein Gleichgewicht der Lebensbereiche. Zu „Arbeit“ werden meistens die Aspekte gezählt, die einem von einer anderen Partei vorgeschrieben wer-den und das Gefühl suggerieren als seien die Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Tätigkeiten erwecken schon im Vorhinein eine Antriebslosigkeit, die sich aber bei der eigentli-chen Konfrontation der Arbeit legen kann. Dazu zählt das negative Gefühl beim Weckerklingeln vor Kurs – oder Schichtbeginn sowie das positive Gefühl bei einem spontanen früheren Feierabend.

Dagegen unterscheidet sich die Stimmung, wenn plötzlich ein Freund das Treffen früher beendet. Das Zeitgefühl schwindet in der Freizeit vergleichsweise schneller, da dazu geneigt wird, die privaten Stunden mit aktuellen Bedürfnissen zu erfüllen, die folglich genossen werden. Eine Ablenkung ist in dieser Zeit nicht so willkommen wie eine Ablenkung von der Arbeit, vor allem da für Freizeit ein eigener Raum geschaffen werden muss, während Arbeitszeit oft geplant wird.

Fraglich ist, wie sich Hausarbeit einordnen lässt. Natürlich taucht das Wort „Arbeit“ auf, aber auch das Wort „Haus“, welches fast als Synonym für Privatsphäre angesehen werden kann. Wenn beispielsweise gekocht wird anstatt im Restaurant essen zu gehen, kann dies zur Freizeit gezählt werden, da bei den zwei Handlungsmöglichkeiten sich für die am persönlich ansprechendste entschieden wird. Beeinflussen jedoch andere Faktoren wie Geldmangel oder Erfüllung der Vorlieben anderer die Entschei-dung, so wird der Betroffene kochen eher als Arbeit ansehen. Es könnte nun argumentiert werden, dass essen lebensnotwendig ist und keine Handlungsfreiheit vorliegt, aber dann wäre auch atmen Arbeit. Außerdem sind die Motive und Handlungsmöglichkeiten, die eine Differenzierung erleichtern, subjektiv.

Nun stellt sich die Frage, wie das Verhältnis von „work“ und „life“ optimiert werden kann. Balance steht für ein Gleichgewicht, 50/50, genau gleich. Gleichheit im Leben zu finden ist unmöglich. Ähnlichkeiten existieren zwar öfter als wir es wahrhaben möchten, aber nicht hundertprozentige Übereinstimmung. Folglich steht Balance nicht für Gleichheit. Balancieren bedeutet manchmal ein bisschen zu sehr auf die eine und dann wieder auf die andere Seite zu kippen. Balancieren bedeutet sich bewusst dafür zu ent-scheiden nicht runterzufallen und den ganzen Körper sowie die Konzentration auf dieses Ziel einzustel-len. Im Endeffekt muss immer eine Entscheidung getroffen werden: Freizeit oder Arbeit. Aber die Besonderheit ist, dass diese Ent-scheidung weder einmalig noch irreversibel ist. Die Entscheidung wird bei jedem Schritt des Balancierens getroffen.

Das Schicksal auszutricksen und ein bisschen von jedem Lebensbereich zu erfüllen, hat zur Folge, dass in keinem Lebensbereich der maximale Erfolg eintritt wie zum Beispiel beruflich aufzusteigen oder private Kontakte zu pflegen. Auch wenn in den einzelnen Bereichen kein maximaler Erfolg erreicht werden kann, so wäre das jedoch insgesamt möglich. Es ist eine einfache Rechnung: 100% Erfolg „work“ + 0% Erfolg „life“ = 100% Erfolg „work“. 45% Erfolg „work“ + 65% Erfolg „life“ = 100% Erfolg „work“ / „life“. Die investierte Zeit und das Resultat ist dasselbe, nur die Lebensbereiche, in denen der Erfolg erzielt wird, nicht. Erfolg beinhaltet jedoch die Investition von Zeit. Aber ab wie viel Stunden, Minuten, Sekunden wird die Investition vorteilhaft? Wenn es nach der neuen work-life-sleep-Balance geht, müsste die Zeitverteilung acht Stunden Arbeit, acht Stunden Freizeit und acht Stunden Schlaf sein. Problematisch ist, dass sich allein der Schlafrhythmus der einzelnen Menschen unterscheidet. Es ist also nicht ver-wunderlich, dass keiner diesem Konzept folgt. Das ist sogar positiv.

Ich denke, die work-life-Balance lässt sich gut anhand einer Wippe erklären: Die Person drückt im natürlichen Zustand durch das Eigengewicht die Wippe und sich selbst herunter. Das ist der „life“ – Zustand. Soziale Kontakte sind nämlich langfristig eher unvermeidbar als arbeitsbezogene Aufgaben. Folglich verhindert ihr „Gewicht“, dass eine Person sich den Balancestatus selbst aussuchen kann, aber ermöglicht eine Form der Festigkeit im Leben. Sich in den oberen Bereich zu bewegen, erfordert das Abdrücken vom Boden, Anstrengung im Sinne von Arbeits-motivation. Auf der anderen Seite der Wippe sitz ein Freund, Kollege, Bekannter, Fremder, der sich im anderen Lebensbereich befindet. Ein einfaches Beispiel ist die Schichtablösung oder der Kellner im Urlaub. Durch unsere Arbeit haben andere Freizeit und durch unsere Freizeit müssen andere arbeiten. Es ist also eine Wippe mit mehreren Abzweigungen und Betroffenen. Ein komplexes Netzwerk, das eine gegenseitige Verbindung unvermeidbar macht. Deshalb können wir nicht im Moment, im „work“ oder „life“, verharren. Die Bewegung, die Abwechslung, die nicht vorhandene Balance entspricht einer ungeplanten Perfektion. Schließlich könnte versucht werden das Gewicht so abzustimmen, dass sich die Wippe nicht bewegt, aber würde das nicht viel mehr Anstrengung erfordern?

Es ist also absolut normal keine work-life-Balance zu haben. Schließlich werden einige Personen immer Freizeitaktivitäten der Arbeit vorziehen während andere für die Arbeit private Veranstaltungen absagen. Aber natürlich hat jeder Bereich beziehungsweise Mensch seine Grenze, dessen Überschreitung die eigene Lebensqualität mindert. Allgemein ist die Entscheidung in welchem Bereich oder welchen Bereichen wie viel Erfolg erzielt werden soll, eine sehr persönliche und wichtige. Aber jedes „work“ – Ende mündet im „life“ – Anfang und nach jedem „life“ – Ende beginnt ein „work“ – Anfang. Wir be-finden uns in einem Kreislauf, welches darauf schließen lässt, dass es unvermeidbar ist, sich irgendwann im anderen Bereich zu befinden. Ideal wäre es, wenn Arbeitgeber Maßnahmen ergrei-fen würden, um „life“ auf Arbeit einzubinden, da eine perfekte Balance nicht möglich ist.

Aber selbst wenn wir die Balance erreichen könnten, würden wir sie nicht wollen, da wir gerne auf der Wippe sitzen. Uns gerne bewegen. Die work-life-Wippe und ihre Macht sollten wir nicht unterschätzen. Trotzdem ist es nur eine Wippe. Eine Wippe, die entstanden ist, um das Leben vollkommener zu machen. Je stärker wir wippen, umso aufregender ist es und so lange wir nicht runterfallen, dürfen wir das Tempo selbst bestimmen und genießen.

FUßBALLTURNIER

Am 17. Mai 2019 fand auf dem Sportplatz Vorarlberger Damm 33 in Schöneberg ab 12:15 Uhr das 3. HWR-interne Fußballturnier statt. Prof. Dr. Harald Gleißner, Erster Vizepräsident der HWR und verantwortlich für den Hochschul-sport eröffnete das mit 17 Teams und 180 Teilnehmer und Teilnehmerinnen besetzte Turnier.

Bei herrlichstem Wetter spielten die Mannschaften auf zwei Kunstrasenplätzen mit vier Kleinfeldern auf sehr gutem Niveau mit fairem sportlichen Ehrgeiz ums Weiterkommen für die Qualifikation für die Finalrunde. In zwei äußerst spannenden Spielen im Halbfinale gelang es dem „FC SWJ“ (FB1) erst im 9 Meter Schießen mit 2:1 sich gegen das Team „1899 BS“ (FB1) durchzusetzen, im 2. Halbfinale setzte sich der Vorjahressieger „FC Wadenkrampf“ (FB1) gegen das Team „NGO“ (FB 2) mit 1:0 durch. Beim Spiel um Platz 3 zwischen „1899 BS“ und „NGO, das 2:1endete, sicherte sich somit „1899 BS den 3. Platz und das Team „NGO“ eroberte sich einen guten 4. Platz.

Nach einem spannenden und hochklassigen Finale das dann der Vorjahressieger „FC Waden-krampf“ mit 2:1 gegen den „FC SWJ“ für sich entschied und damit einen glücklichen aber verdien-ten Sieger und damit die beste Mannschaft des Turniers fand. Den vom Hochschulsport gestifteten Siegerpokal überreichte unser Sportbeauftragter Rafael Schmelcher.

SOMMERFEST

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) gehört zu den wichtigen Standorten für eine plurale Wirtschaftswissenschaft und ein interdisziplinäres BWL-Studium in Deutschland. Die plurale und interdisziplinäre Ausrichtung ist am Fachbereich 1 (Wirtschaftswissenschaften) jedoch gegenwärtig gefährdet. Heterodoxe Professuren drohen nicht wiederbesetzt zu werden, und profilgebende Studiengänge und -inhalte drohen inhaltlich ausgehöhlt zu werden.

Am 13. Juni 2019 fand daher eine Protestaktion im Hinterhof der HWR statt, organisiert von Student*innen der drei pluralen Master-Programme International Economics (IE), Labour Policies and Globalization (LPG) und Political Economy of European Integration (POLEI). Ziel war es den Unmut vieler Student*innen über die aktuellen Entwicklungen an der HWR öffentlich zu machen. Im Rahmen eines Som-merfestes – inklusive guter Musik und vegetarischem Barbecue – wurden Student*innen über die Gefährdung des pluralen und interdisziplinären Profils der Hochschule informiert. In verschiedenen Redebeiträgen betonten Student*innen, Alumni und Vertreter*innen des Netzwerks Plurale Ökonomik die Bedeutung und Wichtig-keit der Hochschule als Ort kritischer Wissen-schaft.

Eine Petition für den Erhalt des LPG Masters – dessen Fortführung an der HWR ab dem kommenden Semester fraglich ist – erhielt schon allein an diesem Nachmittag etwa 170 Unterschriften. Unter den Unterzeichner*innern finden sich vor allen Dingen Wirtschafts-student*innen der HWR, FU und HU – von denen auch viele aus dem BWL-Bereich kommen. Auch viele Beschäftigte der HWR haben die Aktion unterstützt.

An der Petition kann unter diesem Link weiterhin teilgenommen werden:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLS-fw1Ptn3gek362ulJsKwTDm5thSgVOyC8tz-bC43qE8mk-WGGg/viewform?usp=sf_link

Campus Umbau

Es wird ein Neubau geben und zwar auf unserem Campus Schöneberg. Statt Haus C und des Parkplatzes soll ein wunder-schöner Neubau entstehen mit 200 Studierendenwohnheimplätzen, großen Hörsälen und neuster technischer Aus-stattung. Nach langem Ringen haben wir es gemeinsam mit der HWR, mehreren Abgeordneten und beteiligten Bezirksämtern geschafft, dass in der In-vestitionsplanung des Landes Berlin für die Jahre 2019 bis 2023 die von der HWR beantragten Mittel für einen Neu-bau auf dem Grundstück der Badenschen Str. 50-51 enthalten sind.

Somit wird es die HWR schaffen von den Zuständen der ständig auslaufenden Miet-verträge mit Haus E und M wegzukom-men. Das Haus E ist nicht mehr brand-schutzsicher, muss saniert werden, aber ist auch nur ein Mietobjekt, also kann der HWR jederzeit gekündigt werden. Auch der Mietvertrag am Standort Mö-ckernbrücke, Haus M, steht nur bis SoSe 2020 zu Verfügung.

Was ist jetzt unsere Aufgabe als gewählte Interessenvertreter*innen der Studieren-den der HWR?

Wir haben zwar derzeit in Gesprächen mit dem Präsidenten und der Kanzlerin 200 Studierendenwohnheimplätze am Campus Schöneberg zugesichert bekommen, allerdings müssen wir auch dafür sorgen, dass diese Versprechungen nicht nur leere Hüllen bleiben. Auch Gruppen-arbeitsräume werden am CS benötigt.

Auch wurde uns der Ausbau der Kita-plätze versprochen, was wir auch im Auge behalten müssen für unsere Studierenden mit Kindern!

Euer AStA

Das SÖB

Die Interessenvertretung der sozial ökologisch denken und handelnden Studierenden

Du nutzt das Semesterticket? Du studierst an der HWR, weil du die Pluralität schätzt?

Das Sozial-Ökologische Bündnis steht für ein soziales und faires Miteinander, für mehr ökologische Nachhaltigkeit, Demokratie und Transparenz. Wir haben uns als Gruppe von Studierenden zusammengeschlossen, weil uns diese Werte wichtig sind und wir für eine noch solidarischere Gesellschaft eintreten möchten, in der jedes Lebewesen seinen Platz finden sollte! Dies kann man nur mit Akzeptanz, Verständnis und indem man auf individuelle Schicksale, herausragende Talente aber auch Beeinträchtigungen Rücksicht nimmt. Das Semesterticket ist ein solidarisches Modell, in dem jede*r HWR Studierender denselben Betrag zahlt und damit zu einem super günstigen Preis die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Für solche Modelle setzen wir uns ein. Die Scheren zwischen Arm und Reich sind schon weit genug.

Pluralität finden wir besonders wichtig. Daher ist ein Kernthema, das uns zurzeit besonders am Herzen liegt, der Erhalt einer pluralen Lehre an der HWR. In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft gibt es heterogene, also nicht nur einseitige Ansichten und Theorien. Wir wollen im Studium Vielfalt lernen. Nicht nur die gängigen Theorien, die von den Mächtigen der Welt uns vorgekaut werden, sind bereichernd, sondern auch solche, die Alternativen bieten und uns anregen zum Weiterdenken.

Was haben wir als SÖB bisher erreicht:


• Es gibt heute ein Sprachtandemprogramm durch die Initiative des SÖBs.


• Der Bedarf der Nachhaltigkeitsthemen, Softskills und IT-Skills wurde von der Hochschule wahrgenommen, soll (zumindest auf dem Papier) noch mehr in die Lehre integriert werden.


• Das SÖB setzte sich im Rahmen der Initiative anderer Studierenden für die Erhöhung des Lohns von studentischen Beschäftigten ein. Der Lohn ist um 1,52 Euro gestiegen.


• Das SÖB veranstaltete neue Seminare, wie das Sonderseminar „Mein mutiger Weg“ (Seminar zur Bewusstseinserweiterung und Stärkenfindung)


• Das SÖB sponsorte das Fest zur Pluralen Ökonomie und war dort auch mit einem Stand vertreten.


• Das SÖB setzte sich für den Erhalt des Masters der „Global Labour University“ ein.


• Auf Initiative des SÖB hin wird es ab dem nächsten Semester ein UniGardening-Projekt geben und eine Nachhaltigkeitsgruppe, in der auch DU herzlich willkommen bist!


• Auch so kleine Dinge, wie eine bessere Ampelschaltung am Campus Lichtenberg findet das SÖB wichtig und setzt sich dafür ein.

Was wollen wir noch erreichen?
Ganz viel!

Wir setzen uns für eine noch sozialere, ökologischere und demokratischere HWR ein! Mit Begeisterung und Leidenschaft wollen wir Euch und Uns das Leben etwas schöner machen. Wir möchten Deine hochschulpolitischen Themen vertreten und für eine Verbesserung eintreten! Du triffst unsere Mitglieder*innen in Master- als auch in Bachelorstudiengängen an, kannst sie jederzeit ansprechen oder uns auf FB schreiben. Die letzten Wahlen waren sehr erfolgreich für das SÖB. Für eure Stimmen danken wir euch! Wir sind mit 12 Sitzen im Studierendenparlament, mit 2 Sitzen im Akademischen Senat sowie jeweils mit einem Sitz im Kuratorium, Fachbereichsrat, zentralen Frauenrat und im Frauenrat Fachbereich 1 vertreten. Danke für Euer Vertrauen! Es gibt einiges für uns zu tun im nächsten Jahr.
Hier nun die Punkte, die wir noch nicht erreicht haben, aber für die wir uns weiterhin und mit vollem Nachdruck einsetzen:

1.
Nachhaltigkeit sollte oberste Priorität in der Lehre und im Leben haben. Wir wollen einem zukunftsfähigen Planeten erschaffen, in denen auch unsere Kindeskinder oder die unserer Freunde oder Familie glücklich und selbstbestimmt leben können!


2.
Das neue Projekt: „Unigardening“ soll am Campus Lichtenberg starten und dann auch zum Campus Schöneberg übergehen. Wir wollen den Campus verschönern, begrünen und somit zum Chillen und Grillen einladen.


3.
Urlaub für Praktikanten im Praktikum soll Pflicht sein! Unsere Arbeitskraft ist da schon billig genug. Auch gesetzlich haben Praktikanten*innen eigentlich Urlaub.


4.
Entfristung der studentischen Verträge!


5.
Mehr Personal in der Hochschulverwaltung! Sie sollen nicht durch Stress für uns Studierende keine Zeit mehr haben!


6.
Senkung der Semestergebühren! Das Semesterticket ist zwar ein super Modell, aber das geht noch besser und noch günstiger!

7.
Transparenz in der Nutzung der AStA-Beiträge! Die Finanzen des AStA sollen für Jedermann und jede Frau frei zugänglich gemacht werden.


8.
Mit den AStA-Beiträgen soll es noch mehr Veranstaltungen geben und HWR-Studi Partys!


9.
Technische Defizite in den Uniräumen sollten endlich überwunden werden. Wir fordern eine moderne Ausstattung und ausreichend Steckdosen!


10.
Wir fordern günstiges Wohnen für jede und jeden! Daher setzen wir uns für noch mehr Studierendenwohnraumplätze ein!


11.
Wir brauchen vor allem in Schöneberg mehr Gruppenarbeitsräume. Auch an Sonntagen sollten diese geöffnet sein!


12.
Anwesenheitspflichten entsprechen nicht dem gewünschten Effekt. Sie sollten somit abgeschafft werden. Während dem Studium sollte Zeit sein, selbstbestimmt zu lernen, sich ehrenamtlich zu engagieren und erste praktische Berufserfahrungen zu sammeln.

Alle dieser Forderungen sowie bisherige Errungenschaften sind durch Anregungen und das ehrenamtliche Engagement von Euch entstanden. Was wir nun brauchen ist Dich! Wir freuen uns deshalb, wenn Ihr Euch weiterhin mit Euren Ideen und Wünschen an uns wendet! Ganz einfach könnt ihr mitmachen, uns kontaktieren und gemeinsam können wir so mit Engagement, Vertrauen und Zuversicht Ziele erarbeiten und umsetzten!


Einen guten Semesterstart!
Euer SÖB-Team


Falls auch du Lust bekommen hast, beim SÖB mitzumachen, freuen wir uns über jedes neue und engagierte Gesicht 🙂
Schreib uns gerne auf Facebook: https://www.facebook.com/sozial.oekologisch.hwr/

Deine Zukunft ist meine Zukunft

Die Schüler machen es vor – Studenten, Eltern, Forscher und viele andere Menschen schließen sich an. Sie alle haben eins gemein. Sie treten für unsere Zukunft ein, genauer gesagt für die Zukunft unserer Kinder und deren Kindeskinder. Sind nur sie Philanthropen? Philanthropie kommt vom altgriechischen und philos bedeutet „Freund“, anthropos bedeutet „Mensch“. Es geht um menschenfreundlichen handeln und ein Philanthrop ist ein Menschenfreund. Sind wir nicht alle Philanthropen? Warum handeln wir dann nicht?
John Boynton Priestley sagte einmal: „Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in die Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat“. Nun stehen wir Studierende nicht jeden Tag im Stau, um nach Berlin zu fahren, allerdings kann man sich trotzdem manchmal hinterfragen. Brauch ich je ein Auto? Muss ich fliegen? Wie kann ich meinen Beitrag leisten, um der Umwelt so wenig wie möglich zu schaden? Im Februar 2014 schrieb die Frankfurter Rundschau „Smog in China – Händlern gehen die Atemmasken aus“. Um sich vor schlechter Luft zu schützen kaufen Chinesen in Peking Atemmasken oder Luftreiniger, die sie sich in der Wohnung aufstellen. Hier in Deutschland haben wir diese Zustände noch nicht. Wenn wir so weiter machen werden wir allerdings auch mal vor dem Problem des Atemmaskenausverkaufs stehen, denn Schadstoffe sind Stickoxide genauso wie CO2.

Deutsche brauchen generell 4 Mal die Erde – Haben wir nicht nur eine?
Den ökologischen Fußabdruck kennt mittlerweile jeder. Er ist bezeichnend für die biologisch produktive Fläche, die notwendig ist, um den Lebensstandard eines Individuums dauerhaft zu ermöglichen. Im Durchschnitt bräuchten die Deutschen 5,3 bis 10,7 Hektar bepflanztes Land pro Person. Das bedeutet Deutsche bräuchten etwa 2,6 bis 5,2 Erden. Der gerechte ökologische Fußabdruck läge bei 1,7 Hektar pro Person.
Das Problem liegt eigentlich immer bei den Anderen…
Mit diesen Statistiken wird ein klarer Handlungsaufruf ersichtlich. Vor allem das Fliegen hat eine extrem schlechte Auswirkung auf die Umwelt. Mit zwei Flügen im Jahr, verbrauchen wir schon mehr als der deutsche Durchschnittsbürger. Je länger der Flug, desto übler für die Umwelt. Auch wenn wir sonst auf alles achten: vegan leben, Bioprodukte kaufen, nur das Fahrrad oder die Öffis nutzen, sparsam heizen, wenig Müll verursachen – es bleibt bei einem Lebensstil auf zu großem Fuße. Verglichen mit meiner Oma als Kind, lebe ich heute schon als Studentin im Luxus. Verglichen mit der durchschnittlichen Brasilianerin ebenfalls. Beide hätten hingegeben einen viel besseren ökologischen Fußabdruck, als ich. Ein Kind, welches in Deutschland aufwächst, verbraucht 4 Mal so viel, wie ein Kind, welches in Pakistan aufwächst.
Natürlich sehen wir meistens nicht das Problem bei uns, sondern bei Anderen. Die Abgeordneten zum Beispiel: Es ist doch unerhört, dass die Grünen-Abgeordneten 2018 so viel flogen, wie nie zuvor und sogar noch mehr als die Abgeordneten aus anderen Parteien. Es ist auch unerhört, dass Abgeordnete zusätzlich zu ihrer Bahncard 100 noch jeden Inlandsflug und viele Auslandsflüge einfach erstattet bekommen! Wir sollten auf solche Missstände aufmerksam machen – auf die Straße gehen und eine sofortige Veränderung fordern, aber leben wir denn umwelttechnisch total koscher?
„Ich finde die Umwelt sehr wichtig, aber man kann ja schließlich nicht auf alles achten“, Studentin HWR Berlin.

„Das Flugzeug würde so oder so fliegen“, Student HWR Berlin.
„Es ist zwar sehr wichtig umweltbewusst zu leben, aber nach Stuttgart muss ich doch fliegen, sonst schaff ich das mit dem Termin nicht pünktlich“, Verwaltung der HWR Berlin.
Wir schaffen es immer hervorragend uns irgendwie herauszureden, vor allem bei einem besonders schlimmen Ökoverschmutzer: dem Fliegen. Ein häufiges Argument ist auch, dass der Bevölkerungszuwachs der schlimmste Umweltverschmutzer ist. Die Bevölkerung in Teilen Afrikas wächst rasant, allerdings sind es nicht die Afrikanerinnen und Afrikaner, die die Umwelt am meisten verpesten, sondern wir. Es gilt hier vor Ort zu handeln.
Wir brauchen gesetzliche Regulierungen und Besteuerungen!
Natürlich muss die Politik etwas tun. Umweltverpestende Konsumgüter sollten teuer werden, aber natürlich geht das meistens zu Lasten der ärmeren Bevölkerung. Daher gilt: Sozial schwache Menschen müssen auf anderer Seite entlastet werden.
Mit Sparsamkeit die Umwelt retten!
Aber wir beide können auch etwas tun, um unseren Planeten zukunftssicher zu machen. Dies hängt sehr stark von unserem Konsum ab und es gilt das Prinzip von Erich Fromm: „Haben statt sein“. Im Prinzip bedeutet das einfach, weniger zu konsumieren und mehr im Hier und Jetzt zu sein. Das Nachdenken darüber, was du hast und was du wirklich brauchst, kann dir ein gutes Gefühl geben. Denkst du nicht auch, dass persönliche Beziehungen und schöne Erfahrungen sind viel mehr wert als Geld? Auf der Konsumseite ist es natürlich gut, etwas zu tun. Warum also nicht Essen „retten“, was der Supermarkt einfach wegwerfen würde? (z.B. durch foodsharing.de oder „Sirplus“ sirlus.de). Modisch sind gebrauchte Gegenstände. Warum nicht mehr versuchen, deine Sachen zu reparieren oder das, was getragen wurde, zu kaufen? (Kleiderkreisel, Flohmärkte). Reduktion ist gut, auch wenn es um deinen persönlichen Platzbedarf geht. Wohnst du in deiner WG oder ist deine Wohnung sehr klein? Super! Du hast sofort weniger Kosten, verbrauchst weniger Ressourcen und dein Geldbeutel bleibt voller. So kannst du gleich ein paar Bierchen mit dienen Freunden mehr trinken gehen. Warum lädst du sie nicht ein, da du jetzt mehr Geld hast? Geben ist eines der besten Gefühle der Welt. Auch könnte man ja mal gemeinsam kochen. Vielleicht sogar mit Zutaten aus dem eigenen UniGarten.
Darf ich jetzt nie wieder Fliegen? Nie wieder mir eine Currywurst gönnen?
Niemand sollte verurteilt werden für das eigene Verhalten. Es darf kein „Flugschämen“ geben und auch keine Scham, dass wenn man kein Geld hat, man einfach auch mal zu den Supermärkten geht, durch die die Umwelt und Bauern ausgebeutet werden (Lidl, Aldi und co.). Was es geben sollte ist eine globale Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Ein asiatischer Meister der Meditation, Thich Nhat Hanh sieht die Möglichkeit, wie wir aus der Klimakrise herauskommen in jedem von uns. Wir brauchen nicht mehr zu rennen und danach zu suchen, sondern uns einfach auf uns besinnen und somit besser uns selbst und die Erde verstehen lernen.
Wir könnten ja mal ein Blick darauf werfen, was für ein tolles Leben wir in Europa eigentlich haben. Wir wurden in einer privilegierten Gesellschaft geboren, müssen selten befürchten zu sterben durch einen Überfall oder eine Erkrankung und dürfen sogar noch kostenlos studieren. Welcher Mensch unseres Planeten hat denn bitte noch so viele Vorteile?
Lass uns doch die nächsten Ferien in der karibischen Lausitz verbringen!

Urban Gardening

Urban Gardening

Was, Wie, Warum?

Im Frühling 2019 starten wir! Womit? Wir gestalten unseren Campus grüner! Hast du auch Lust mitzumachen?
Die Bewegung „Fridays for Future“ zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist: Unseren Planeten zukunftssicher zu machen und endlich CO2-neutral zu leben!
Der AStA möchte mit der Hilfe von euch diesem Ziel mit dem UniGardening-Projekt ein kleines Stück näher rücken.
Ziel des UniGardening-Projektes ist, beide HWR Standorte zu verschönern und damit gleichzeitig einen Schritt zu mehr Biodiversität und ökologischer Nachhaltigkeit zu machen. Urban-Gardening bedeutet die Nutzung von brachliegenden Flächen in städtischen Wohnraumgebieten zur Anpflanzung von Nutzpflanzen. Erwiesenermaßen verbessert dies das Mikroklima und die biologische Vielfalt. Durch die lokale Produktion von Lebensmitteln können CO2-Emissionen durch lange Transportwege gespart werden. Toll ist vor allem, dass die Nachhaltigkeitsdimensionen: Soziales, Ökonomie und Ökologie mithilfe von städtischen Gemeinschaftsgärten in Einklang gebracht werden können. Konkret heißt das, dass Blumen- und Gemüsebeete in die Städte in Form von städtischen Gemeinschaftsgärten gebracht. An unserem Campus wollen wir Studierenden uns dafür einsetzten diese Gärten aufzubauen und damit einen kleinen wichtigen gegen den Klimawandel zu leisten!
Du willst auch mitmachen? Du hast noch gar keine Ahnung vom Gärtner oder bist ein Profi?


Melde dich einfach unter nachhaltigkeitsgruppe@asta-hwr.de
Wir freuen uns über jeden, derdie Lust und Zeit hast in eine nachhaltige Zukunft zu investieren!