Das SÖB

Die Interessenvertretung der sozial ökologisch denken und handelnden Studierenden

Du nutzt das Semesterticket? Du studierst an der HWR, weil du die Pluralität schätzt?

Das Sozial-Ökologische Bündnis steht für ein soziales und faires Miteinander, für mehr ökologische Nachhaltigkeit, Demokratie und Transparenz. Wir haben uns als Gruppe von Studierenden zusammengeschlossen, weil uns diese Werte wichtig sind und wir für eine noch solidarischere Gesellschaft eintreten möchten, in der jedes Lebewesen seinen Platz finden sollte! Dies kann man nur mit Akzeptanz, Verständnis und indem man auf individuelle Schicksale, herausragende Talente aber auch Beeinträchtigungen Rücksicht nimmt. Das Semesterticket ist ein solidarisches Modell, in dem jede*r HWR Studierender denselben Betrag zahlt und damit zu einem super günstigen Preis die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Für solche Modelle setzen wir uns ein. Die Scheren zwischen Arm und Reich sind schon weit genug.

Pluralität finden wir besonders wichtig. Daher ist ein Kernthema, das uns zurzeit besonders am Herzen liegt, der Erhalt einer pluralen Lehre an der HWR. In der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft gibt es heterogene, also nicht nur einseitige Ansichten und Theorien. Wir wollen im Studium Vielfalt lernen. Nicht nur die gängigen Theorien, die von den Mächtigen der Welt uns vorgekaut werden, sind bereichernd, sondern auch solche, die Alternativen bieten und uns anregen zum Weiterdenken.

Was haben wir als SÖB bisher erreicht:


• Es gibt heute ein Sprachtandemprogramm durch die Initiative des SÖBs.


• Der Bedarf der Nachhaltigkeitsthemen, Softskills und IT-Skills wurde von der Hochschule wahrgenommen, soll (zumindest auf dem Papier) noch mehr in die Lehre integriert werden.


• Das SÖB setzte sich im Rahmen der Initiative anderer Studierenden für die Erhöhung des Lohns von studentischen Beschäftigten ein. Der Lohn ist um 1,52 Euro gestiegen.


• Das SÖB veranstaltete neue Seminare, wie das Sonderseminar „Mein mutiger Weg“ (Seminar zur Bewusstseinserweiterung und Stärkenfindung)


• Das SÖB sponsorte das Fest zur Pluralen Ökonomie und war dort auch mit einem Stand vertreten.


• Das SÖB setzte sich für den Erhalt des Masters der „Global Labour University“ ein.


• Auf Initiative des SÖB hin wird es ab dem nächsten Semester ein UniGardening-Projekt geben und eine Nachhaltigkeitsgruppe, in der auch DU herzlich willkommen bist!


• Auch so kleine Dinge, wie eine bessere Ampelschaltung am Campus Lichtenberg findet das SÖB wichtig und setzt sich dafür ein.

Was wollen wir noch erreichen?
Ganz viel!

Wir setzen uns für eine noch sozialere, ökologischere und demokratischere HWR ein! Mit Begeisterung und Leidenschaft wollen wir Euch und Uns das Leben etwas schöner machen. Wir möchten Deine hochschulpolitischen Themen vertreten und für eine Verbesserung eintreten! Du triffst unsere Mitglieder*innen in Master- als auch in Bachelorstudiengängen an, kannst sie jederzeit ansprechen oder uns auf FB schreiben. Die letzten Wahlen waren sehr erfolgreich für das SÖB. Für eure Stimmen danken wir euch! Wir sind mit 12 Sitzen im Studierendenparlament, mit 2 Sitzen im Akademischen Senat sowie jeweils mit einem Sitz im Kuratorium, Fachbereichsrat, zentralen Frauenrat und im Frauenrat Fachbereich 1 vertreten. Danke für Euer Vertrauen! Es gibt einiges für uns zu tun im nächsten Jahr.
Hier nun die Punkte, die wir noch nicht erreicht haben, aber für die wir uns weiterhin und mit vollem Nachdruck einsetzen:

1.
Nachhaltigkeit sollte oberste Priorität in der Lehre und im Leben haben. Wir wollen einem zukunftsfähigen Planeten erschaffen, in denen auch unsere Kindeskinder oder die unserer Freunde oder Familie glücklich und selbstbestimmt leben können!


2.
Das neue Projekt: „Unigardening“ soll am Campus Lichtenberg starten und dann auch zum Campus Schöneberg übergehen. Wir wollen den Campus verschönern, begrünen und somit zum Chillen und Grillen einladen.


3.
Urlaub für Praktikanten im Praktikum soll Pflicht sein! Unsere Arbeitskraft ist da schon billig genug. Auch gesetzlich haben Praktikanten*innen eigentlich Urlaub.


4.
Entfristung der studentischen Verträge!


5.
Mehr Personal in der Hochschulverwaltung! Sie sollen nicht durch Stress für uns Studierende keine Zeit mehr haben!


6.
Senkung der Semestergebühren! Das Semesterticket ist zwar ein super Modell, aber das geht noch besser und noch günstiger!

7.
Transparenz in der Nutzung der AStA-Beiträge! Die Finanzen des AStA sollen für Jedermann und jede Frau frei zugänglich gemacht werden.


8.
Mit den AStA-Beiträgen soll es noch mehr Veranstaltungen geben und HWR-Studi Partys!


9.
Technische Defizite in den Uniräumen sollten endlich überwunden werden. Wir fordern eine moderne Ausstattung und ausreichend Steckdosen!


10.
Wir fordern günstiges Wohnen für jede und jeden! Daher setzen wir uns für noch mehr Studierendenwohnraumplätze ein!


11.
Wir brauchen vor allem in Schöneberg mehr Gruppenarbeitsräume. Auch an Sonntagen sollten diese geöffnet sein!


12.
Anwesenheitspflichten entsprechen nicht dem gewünschten Effekt. Sie sollten somit abgeschafft werden. Während dem Studium sollte Zeit sein, selbstbestimmt zu lernen, sich ehrenamtlich zu engagieren und erste praktische Berufserfahrungen zu sammeln.

Alle dieser Forderungen sowie bisherige Errungenschaften sind durch Anregungen und das ehrenamtliche Engagement von Euch entstanden. Was wir nun brauchen ist Dich! Wir freuen uns deshalb, wenn Ihr Euch weiterhin mit Euren Ideen und Wünschen an uns wendet! Ganz einfach könnt ihr mitmachen, uns kontaktieren und gemeinsam können wir so mit Engagement, Vertrauen und Zuversicht Ziele erarbeiten und umsetzten!


Einen guten Semesterstart!
Euer SÖB-Team


Falls auch du Lust bekommen hast, beim SÖB mitzumachen, freuen wir uns über jedes neue und engagierte Gesicht 🙂
Schreib uns gerne auf Facebook: https://www.facebook.com/sozial.oekologisch.hwr/

Deine Zukunft ist meine Zukunft

Die Schüler machen es vor – Studenten, Eltern, Forscher und viele andere Menschen schließen sich an. Sie alle haben eins gemein. Sie treten für unsere Zukunft ein, genauer gesagt für die Zukunft unserer Kinder und deren Kindeskinder. Sind nur sie Philanthropen? Philanthropie kommt vom altgriechischen und philos bedeutet „Freund“, anthropos bedeutet „Mensch“. Es geht um menschenfreundlichen handeln und ein Philanthrop ist ein Menschenfreund. Sind wir nicht alle Philanthropen? Warum handeln wir dann nicht?
John Boynton Priestley sagte einmal: „Der Mensch von heute: das dümmste Lebewesen, das die Erde hervorgebracht hat: Er kriecht mit seinem Auto in die Großstadt wie eine Schnecke, nimmt die Umweltgifte in sich auf wie ein Staubsauger und ist obendrein noch stolz auf das, was er zustande gebracht hat“. Nun stehen wir Studierende nicht jeden Tag im Stau, um nach Berlin zu fahren, allerdings kann man sich trotzdem manchmal hinterfragen. Brauch ich je ein Auto? Muss ich fliegen? Wie kann ich meinen Beitrag leisten, um der Umwelt so wenig wie möglich zu schaden? Im Februar 2014 schrieb die Frankfurter Rundschau „Smog in China – Händlern gehen die Atemmasken aus“. Um sich vor schlechter Luft zu schützen kaufen Chinesen in Peking Atemmasken oder Luftreiniger, die sie sich in der Wohnung aufstellen. Hier in Deutschland haben wir diese Zustände noch nicht. Wenn wir so weiter machen werden wir allerdings auch mal vor dem Problem des Atemmaskenausverkaufs stehen, denn Schadstoffe sind Stickoxide genauso wie CO2.

Deutsche brauchen generell 4 Mal die Erde – Haben wir nicht nur eine?
Den ökologischen Fußabdruck kennt mittlerweile jeder. Er ist bezeichnend für die biologisch produktive Fläche, die notwendig ist, um den Lebensstandard eines Individuums dauerhaft zu ermöglichen. Im Durchschnitt bräuchten die Deutschen 5,3 bis 10,7 Hektar bepflanztes Land pro Person. Das bedeutet Deutsche bräuchten etwa 2,6 bis 5,2 Erden. Der gerechte ökologische Fußabdruck läge bei 1,7 Hektar pro Person.
Das Problem liegt eigentlich immer bei den Anderen…
Mit diesen Statistiken wird ein klarer Handlungsaufruf ersichtlich. Vor allem das Fliegen hat eine extrem schlechte Auswirkung auf die Umwelt. Mit zwei Flügen im Jahr, verbrauchen wir schon mehr als der deutsche Durchschnittsbürger. Je länger der Flug, desto übler für die Umwelt. Auch wenn wir sonst auf alles achten: vegan leben, Bioprodukte kaufen, nur das Fahrrad oder die Öffis nutzen, sparsam heizen, wenig Müll verursachen – es bleibt bei einem Lebensstil auf zu großem Fuße. Verglichen mit meiner Oma als Kind, lebe ich heute schon als Studentin im Luxus. Verglichen mit der durchschnittlichen Brasilianerin ebenfalls. Beide hätten hingegeben einen viel besseren ökologischen Fußabdruck, als ich. Ein Kind, welches in Deutschland aufwächst, verbraucht 4 Mal so viel, wie ein Kind, welches in Pakistan aufwächst.
Natürlich sehen wir meistens nicht das Problem bei uns, sondern bei Anderen. Die Abgeordneten zum Beispiel: Es ist doch unerhört, dass die Grünen-Abgeordneten 2018 so viel flogen, wie nie zuvor und sogar noch mehr als die Abgeordneten aus anderen Parteien. Es ist auch unerhört, dass Abgeordnete zusätzlich zu ihrer Bahncard 100 noch jeden Inlandsflug und viele Auslandsflüge einfach erstattet bekommen! Wir sollten auf solche Missstände aufmerksam machen – auf die Straße gehen und eine sofortige Veränderung fordern, aber leben wir denn umwelttechnisch total koscher?
„Ich finde die Umwelt sehr wichtig, aber man kann ja schließlich nicht auf alles achten“, Studentin HWR Berlin.

„Das Flugzeug würde so oder so fliegen“, Student HWR Berlin.
„Es ist zwar sehr wichtig umweltbewusst zu leben, aber nach Stuttgart muss ich doch fliegen, sonst schaff ich das mit dem Termin nicht pünktlich“, Verwaltung der HWR Berlin.
Wir schaffen es immer hervorragend uns irgendwie herauszureden, vor allem bei einem besonders schlimmen Ökoverschmutzer: dem Fliegen. Ein häufiges Argument ist auch, dass der Bevölkerungszuwachs der schlimmste Umweltverschmutzer ist. Die Bevölkerung in Teilen Afrikas wächst rasant, allerdings sind es nicht die Afrikanerinnen und Afrikaner, die die Umwelt am meisten verpesten, sondern wir. Es gilt hier vor Ort zu handeln.
Wir brauchen gesetzliche Regulierungen und Besteuerungen!
Natürlich muss die Politik etwas tun. Umweltverpestende Konsumgüter sollten teuer werden, aber natürlich geht das meistens zu Lasten der ärmeren Bevölkerung. Daher gilt: Sozial schwache Menschen müssen auf anderer Seite entlastet werden.
Mit Sparsamkeit die Umwelt retten!
Aber wir beide können auch etwas tun, um unseren Planeten zukunftssicher zu machen. Dies hängt sehr stark von unserem Konsum ab und es gilt das Prinzip von Erich Fromm: „Haben statt sein“. Im Prinzip bedeutet das einfach, weniger zu konsumieren und mehr im Hier und Jetzt zu sein. Das Nachdenken darüber, was du hast und was du wirklich brauchst, kann dir ein gutes Gefühl geben. Denkst du nicht auch, dass persönliche Beziehungen und schöne Erfahrungen sind viel mehr wert als Geld? Auf der Konsumseite ist es natürlich gut, etwas zu tun. Warum also nicht Essen „retten“, was der Supermarkt einfach wegwerfen würde? (z.B. durch foodsharing.de oder „Sirplus“ sirlus.de). Modisch sind gebrauchte Gegenstände. Warum nicht mehr versuchen, deine Sachen zu reparieren oder das, was getragen wurde, zu kaufen? (Kleiderkreisel, Flohmärkte). Reduktion ist gut, auch wenn es um deinen persönlichen Platzbedarf geht. Wohnst du in deiner WG oder ist deine Wohnung sehr klein? Super! Du hast sofort weniger Kosten, verbrauchst weniger Ressourcen und dein Geldbeutel bleibt voller. So kannst du gleich ein paar Bierchen mit dienen Freunden mehr trinken gehen. Warum lädst du sie nicht ein, da du jetzt mehr Geld hast? Geben ist eines der besten Gefühle der Welt. Auch könnte man ja mal gemeinsam kochen. Vielleicht sogar mit Zutaten aus dem eigenen UniGarten.
Darf ich jetzt nie wieder Fliegen? Nie wieder mir eine Currywurst gönnen?
Niemand sollte verurteilt werden für das eigene Verhalten. Es darf kein „Flugschämen“ geben und auch keine Scham, dass wenn man kein Geld hat, man einfach auch mal zu den Supermärkten geht, durch die die Umwelt und Bauern ausgebeutet werden (Lidl, Aldi und co.). Was es geben sollte ist eine globale Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Ein asiatischer Meister der Meditation, Thich Nhat Hanh sieht die Möglichkeit, wie wir aus der Klimakrise herauskommen in jedem von uns. Wir brauchen nicht mehr zu rennen und danach zu suchen, sondern uns einfach auf uns besinnen und somit besser uns selbst und die Erde verstehen lernen.
Wir könnten ja mal ein Blick darauf werfen, was für ein tolles Leben wir in Europa eigentlich haben. Wir wurden in einer privilegierten Gesellschaft geboren, müssen selten befürchten zu sterben durch einen Überfall oder eine Erkrankung und dürfen sogar noch kostenlos studieren. Welcher Mensch unseres Planeten hat denn bitte noch so viele Vorteile?
Lass uns doch die nächsten Ferien in der karibischen Lausitz verbringen!

Urban Gardening

Urban Gardening

Was, Wie, Warum?

Im Frühling 2019 starten wir! Womit? Wir gestalten unseren Campus grüner! Hast du auch Lust mitzumachen?
Die Bewegung „Fridays for Future“ zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist: Unseren Planeten zukunftssicher zu machen und endlich CO2-neutral zu leben!
Der AStA möchte mit der Hilfe von euch diesem Ziel mit dem UniGardening-Projekt ein kleines Stück näher rücken.
Ziel des UniGardening-Projektes ist, beide HWR Standorte zu verschönern und damit gleichzeitig einen Schritt zu mehr Biodiversität und ökologischer Nachhaltigkeit zu machen. Urban-Gardening bedeutet die Nutzung von brachliegenden Flächen in städtischen Wohnraumgebieten zur Anpflanzung von Nutzpflanzen. Erwiesenermaßen verbessert dies das Mikroklima und die biologische Vielfalt. Durch die lokale Produktion von Lebensmitteln können CO2-Emissionen durch lange Transportwege gespart werden. Toll ist vor allem, dass die Nachhaltigkeitsdimensionen: Soziales, Ökonomie und Ökologie mithilfe von städtischen Gemeinschaftsgärten in Einklang gebracht werden können. Konkret heißt das, dass Blumen- und Gemüsebeete in die Städte in Form von städtischen Gemeinschaftsgärten gebracht. An unserem Campus wollen wir Studierenden uns dafür einsetzten diese Gärten aufzubauen und damit einen kleinen wichtigen gegen den Klimawandel zu leisten!
Du willst auch mitmachen? Du hast noch gar keine Ahnung vom Gärtner oder bist ein Profi?


Melde dich einfach unter nachhaltigkeitsgruppe@asta-hwr.de
Wir freuen uns über jeden, derdie Lust und Zeit hast in eine nachhaltige Zukunft zu investieren!